Das Outback – Teil 2

Am nächsten Tag starten wir zum letzten großen Ziel unserer Reise: Dem Uluru/Ayers Rock. 300km relativ unspannende Wüstenlandschaft liegen vor uns, nach ca. 250km können wir ihn sehen, wahnsinn, wir sind tatsächlich in Australien. Wir haben in Yulara, der kleinen „Touristenstadt“ am Uluru, in der es alle Arten von Unterkünften, ein paar Restauraunts und Geschäfte und eine Tankstelle gibt, einen Stellplatz für unser Zelt auf dem Campingplatz gebucht.

Am nächsten Morgen stehen wir ganz früh auf, denn um 6:54 geht die Sonne über dem Uluru auf, das Spektakel können wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Da es von Yulara bis zur Sonnenaufgangsaussichtsplattform noch ca. 30min Fahrzeit sind, fahren wir um 6 Uhr los und nehmen noch einen Franzosen in unserem Alter namens Laurence mit, der eine Mitfahrgelegenheit sucht. Nicht nur der Sonnenaufgang selbst ist ein Spektakel, sondern auch die asiatischen Touristen drumherum, natürlich ist der Selfie-Stick immer mit dabei. Nach dem Sonnenaufgang fahren wir zu den 50km entfernten Kata Tujas/Olgas, eine interessante und relativ bekannte Felsformation, wo wir die Wanderung durch das „Valley of the Winds“ machen wollen. Der ebenfalls fotobegeisterte Laurence schließt sich uns an. Die Wanderung ist wunderschön und wir haben Glück, denn es soll an diesem Tag nur 32 Grad werden und so können wir uns Zeit lassen. Abends fahren wir zur Sonnenuntergangsaussichtsplattform am Uluru. Es haben sich leider Wölkchen am Horizont gebildet, aber die Sonne tut uns trotzdem den Gefallen, noch einmal rauszukommen und den Uluru zum Leuchten zu bringen, bevor sie bis zum nächsten Morgen verschwindet.


Am nächsten Tag machen wir – ebenfalls zusammen mit Laurence – den Uluru Base Walk. Dabei handelt es sich um einen 11km langen Wanderweg rund um den imposanten Felsen. Von Nahem sieht er nochmal ganz anders aus und man bekommt eine bessere Vorstellung von der riesigen Größe. Am Wegesrand stehen immer wieder Schilder, die über die verschiedenen Bräuche und Mythen der Aboriginies informieren. Die spirituelle Energie ist bei uns aber irgendwie nicht übergehüpft. Am Abend schauen wir zum Abschluss noch einmal den Sonnenuntergang an. Der ist nicht ganz perfekt, aber dafür umso interessanter: Mit Regenbogen, Himmelsleuchten und totaler Mondfinsternis!


Am nächsten Morgen verschenken wir unser Zelt, unseren 18cm-Durchmesser-Allround-Topf und unserer hochwertiges 5-Dollar-Besteck, dann geht es mit dem Flieger zurück nach Melbourne. Der Flughafen am Uluru ist so klein, dass man den Mietwagen sozusagen direkt neben der Startbahn parkt. Als wir am Spätnachmittag in Melbourne aus dem Flieger steigen ist es 20 Grad und wir frieren trotz Pullover und langer Hose! Bei der Ankunft in unserem Quartier direkt am Meer, fühlt es sich ein bisschen so an, als kämen wir „nach Hause“: zurück zur Küste, zurück an den Ozean, zurück nach Melbourne, wo vor knapp 3 Monaten unser Abenteuer begann. Die nächsten 3 Tage werden wir in Melbourne noch ein bisschen „Urlaub“ machen (was man klar abgrenzen muss zu dem manchmal schon etwas anstrengenden Reisen ;-)). Am 8. April um 22:40 steigen wir in den Flieger nach Deutschland und werden am Donnerstag Mittag wieder in Deutschland sein!

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