Bryce Canyon Nationalpark

Die nächste Etappe unserer Reise führt uns zum Bryce Canyon Nationalpark, ca. 120km vom Zion Nationalpark entfernt. Da viele Nationalparkcampingplätze nach dem Prinzip „First come, first served“ (also wer zuerst kommt, bekommt den Platz) funktionieren, ist es bei den bekannten Nationalparks vorteilhaft, früh im Park zu sein, um „sein Handtuch auf die Liege zu legen“. Deshalb fahren wir nach unserer Wanderung im Zion Nationalpark noch am selben Abend in Richtung Bryce Canyon und übernachten ca. 50km vor dem Parkeingang in einem der vielen „National forests“. Das nennt sich in Amerika „Dispersed camping“ und ist erlaubtes Wildcampen, sofern man sich in einem „National-Wald“ mindestens 400m von der nächsten größeren Straße entfernt befindet. Bisher haben wir das – neben dem Nationalparkcamping- schon öferts gemacht, da die kommerziellen Campingplätze hier meist unheimlich hässlich sind. Es handelt sich oft um eine Art Wohnmobilparkplatz neben dem Highway ohne ein Fleckchen grün. Und das für jede Menge Geld. Zum Glück mussten wir diese sogenannten „RV Parks“ bis auf San Fransisco bisher nie nutzen. Am nächsten Morgen machen wir uns also früh auf den Weg in den Bryce Canyon und ergattern einen Platz auf dem „Sunset Campground“. Dort gibt es zwar keine Dusche, aber immerhin richtige Toiletten und fließendes (sogar heißes!) Wasser. Der Bryce Canyon Nationalpark liegt auf um 2200-2400m Höhe und das Klima ist im Vergleich zu den vorherigen Tagen mit ca. 25 Grad und Sonnenschein sehr angenehm. Am ersten Tag ist Waschen und entspannen angesagt. Unsere nasse Wäsche hängen wir an einer Schnur zwischen zwei Bäumen auf. Das ist verboten, wie der Ranger uns erklärt, weil das die Bäume kaputt macht. Zum Glück ist die Wäsche zu diesem Zeitpunkt schon trocken. Hängematten für 200kg schwere Amerikaner zwischen den Bäumen aufzugängen ist aber erlaubt – muss man nicht verstehen, aber ok. Abends schauen wir uns den Sonnenuntergang über dem Canyon an. Die Sandsteinsäulen leuchten dabei wunderschön rot. Am nächsten Tag geht es früh los zu einer langen Wanderung mitten durch die wunderschönen Säulen des Bryce Canyon. Sehr beendruckend, aber durch das viele auf und ab auch sehr anstrengend. Simona und Flo suchen sich mal wieder die größte Runde aus. Unterwegs sehen wir immer wieder „Chip Monkeys“, eine Art Wüstenspringmaus. Simona kriegt sich kaum wieder ein, weil die Tiere so süß sind. Hoffentlich findet sie sie nicht noch süßer als Kängurus. Am nächsten Morgen müssen wir uns schweren Herzens von diesem wunderschönen Nationalpark verabschieden. Der Bryce Canyon ist auf jeden Fall eines der Highlights bisher.

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