Am nächsten Tag fahren wir weiter Richtung Trogir auf der Suche nach einem ruhigen Plätzchen. Als Ausgangspunkt für die geplante Stadtbesichtung von Trogir suchen wir uns einen Campingplatz auf der nahe gelegenen Halbinsel Ciovo aus. Der Platz ist prinzipiell wunderschön und liegt an einer traumhaften Bade-/Schnorchelbucht. Aber auch hier gibt es einen kleinen Haken: es gibt ungefähr fünf Baustellen in und um den Campingplatz. Wieder nix mit Ruhe. Schwimmen und Schnorcheln kann man in der Bucht aber toll (wenn man währenddessen ignoriert, dass Bagger und Laster am Werk sind, um den schönen naturbelassenen Strand mit Kies aufzuschütten). Abends radeln wir nach Trogir. Es handelt sich um ein wunderschönes mittelalterliches Städtchen. Wir bummeln ein bisschen am Hafen entlang und durch die Gassen. Als der abendliche Hunger kommt, beschließen Simona und Flo, Cevapcici zu essen. Sie werden schnell fündig, da es sich um ein kroatisches Nationalgericht handelt. Ich bleibe lieber bei Möhren. Das ist auch gut so, denn mit Simona und Flo ist nach dem Essen nix mehr anzufangen, sie fallen in ein tiefes Cevapcici-Koma (das kroatische Äquivalent des deutschen Schnitzel-Komas) und sind für die nächsten 2 Tage satt. Auf der Rückfahrt ziehen sie eine Fettspur hinter sich her. 😉
Am nächsten Tag gehen wir noch eine Runde schnorcheln, bevor wir weiter fahren. Flo hat eine Nahtoderfahrung, als er mit der rechten Hand in einen Seeigel packt, der sich ganz gemein in einem Felsloch versteckt hat. Auch bei der von Simona sofort durchgeführten Notoperation können die Stacheln leider nicht geborgen werden, sie stecken zu tief in der Haut. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Simona Internistin ist und daher von Natur aus chirurgisch eher unbegabt. Wie auch immer – Struppel und ich lassen mal lieber unsere Pfoten von den stacheligen Dingern. Seitdem wir beim Schnorcheln gesehen haben, wie viele Seeigel sich am Meeresboden und an den Klippen tummeln, tragen wir noch motivierter unsere bei Globetrotter in Deutschland erworbenen schönen blauen Wasserschuhe.
Nachmittags fahren wir weiter nach Omis. Wir finden einen tollen Stellplatz direkt am Meer. Abends spielen wir Scrabble. Simona erwischt die kroatische Buchstabenversion, bei der die Vokale sehr rar gesät sind oder gar ganz fehlen. 😉 Am nächsten Morgen stehen wir früh auf, um zur Festung Forcia Starigrad zu wandern. Obwohl wir schon um 8 Uhr losgewandert sind, ist es brütend heiß. Aber die Mühe lohnt sich: von der Festung aus hat man einen atemberaubenden Blick über die Bucht von Omis und die Mündung des Flusses Cetina ins Meer. Nach kurzer Erholungspause fahren wir weiter Richtung Süden immer an der schönen (aber leider meist sehr zugebauten) Küstenstraße Dalmatiens entlang bis nach Dubrovnik, der „Perle der Adria“, wie die Stadt oft genannt wird. Mal gespannt ob sie diesen Namen zu Recht trägt.











