Nachdem wir noch einen „Morning Swim“ in der Adria eingelegt haben, machen wir uns auf den Weg zu den Plitvicer Seen. Der Weg nimmt doch mehr Zeit in Anspruch als gedacht, sodass wir das Küstenstück zwischen Sibenik und Zadar leider auslassen und stattdessen die Autobahn nehmen müssen. Diese 70km Küstenstraße fehlen uns jetzt, aber erst um Mitternacht ankommen möchten wir auch nicht. Wir entscheiden uns für einen Campingplatz, da das Gebiet um die Plitvicer Seen ziemlich touristisch ist und uns zum wild campen eher ungeeignet erscheint. Wir suchen uns das „Camp Korana“ als Basisstation aus. Am nächsten Morgen fahren wir mit dem Auto zum Parkplatz des Nationalparks, um von da aus unsere Wanderung durch den Park zu starten. Wir haben uns für Wanderung „C“ (4-6 Stunden) entschieden. Ein Teil des Weges wird mit dem Boot zurückgelegt. Die Plitvicer Seen sind unter anderem aus dem Winnetou-Film „Der Schatz im Silbersee“ bekannt und werden von Touristen aus aller Welt besucht. Trotz des hohen Besucheraufkommens gefällt uns die Landschaft mit den blau schimmernden Seen und Wasserfällen sehr gut. Wir finden außerhalb der „großen Attraktionen“, die auf rollstuhlgerechten Pfaden zugänglich sind, auch öfters mal ein ruhiges Plätzchen. Um am Ende der Wanderung wieder zu unserem Ausgangspunkt zurückzukommen, nehmen wir den Nationalparkbus. Flo’s Bauchtasche mit allen wichtigen Unterlagen (Kreditkarten, Personalausweise, Geld) möchte noch ein bisschen länger Bus fahren und steigt einfach nicht mit aus. Wir merken den Verlust, als wir auf dem Parkplatz das Parkticket bezahlen möchten. Auf unseren Reisen gibt es immer 2 sehr, sehr wichtige Regeln: 1. Es dürfen sich nie alle Kreditkarten am gleichen Ort befinden, 2. Die 2 Sicherungen der Fotos dürfen sich nie am gleichen Ort befinden. Regel 1 wurde leider genau an diesem einen Tag nicht befolgt. Wir eilen in die Touristeninformation, wo die nette Mitarbeiterin uns nach ein bisschen Rumtelefonieren sagen kann, dass die Bauchtasche an der Aussteigehaltestelle abgegeben wurde. Große Erleichterung, denn ohne Geld, Kreditkarten und Personalausweise reist es sich deutlich anstrengender. Wir laufen also zurück zur Assteigehaltestelle und nehmen die Bauchtasche entgegen. Der Finder scheint sich seinen Finderlohn schon selbst genommen zu haben, aber außer umgerechnet ca. 40 Euro fehlt nichts. Im Auto angekommen wird als allererstes Regel 1 befolgt. Kaum sind wir ins Auto eingestiegen geht ein heftiges Gewitter mit Hagel und Sturm los. Wir sind trocken geblieben und fahren gut gelaunt zurück zum Campingplatz und gönnen uns noch einen gemütlichen Nachmittag. Am nächsten Tag wollen wir weiter fahren – zurück zur Küste in Richtung Istrien.









