Tidal River

Wilsons Promontory Nationalpark

Auf dem Weg von Philipp Island war der Wilson Promontory Nationalpark nur ein kleiner Umweg. Die Wanderungen dort sollten wunderbar sein, also sind wir dahin. Ein wunderschöner Nationalpark mit traumhafter Landschaft.
Wenn wir irgendwo ankommen steuern wir als erstes immer die Touristeninformationen an. Mit einem grünem I gekennzeichnet, auf den Karten vermerkt und immer super ausgeschildert, sind sie ein toller Anlaufpunkt. Dort gibt es kostenlos Übersichtskarten, Detailinformationen zu Eintages- und Mehrtageswanderungen (obwohl der Australier Wanderungen als Beschäftigung eher kritisch gegenübersteht) und Stellen, wo man sein Boot ins Wasser lassen und Fischen gehen kann (diesen Freizeitbeschäftigung gegenüber ist der Australier sehr aufgeschlossen). In den Informationsstellen arbeiten zum einen Teil festangestellte Kräfte, zusätzlich aber auch immer „Volunteers“ (Freiwillige). In Australien gehört es zum guten Ton, etwas als Volunteer für die Gemeinschaft zu machen. Rentner haben teilweise einen sehr engen Wochenplan, in dem sie von einer zur anderen Volunteerstelle hetzen ;-). Alle Mitarbeiter in den Infocentern können immer großartige und interessante Vorschläge machen. Hier sind wir dazu angeregt worden, eine Wanderung auf den Mount Oberon zu machen. Eine traumhafte Wanderung mit unglaublichem Panorama!
Von der Rangerin wurde uns außerdem außerhalb des Parkes noch eine Stelle zum Freecampen empfohlen, nicht ganz ohne Hintergedanken: Im Prom Nationalpark ist Freecampen streng verboten und wird außergewöhnlich hart kontrolliert. Sonst funktioniert das mit dem Wildcampem immer, im Prom Nationalpark wird es aber schon dadurch eingeschränkt, dass man nachts nicht mit dem Auto im Park sein darf. Also entweder auf den Campingplatz des Nationalparks stellen oder um den Sonnenuntergang herum den Park verlassen. Auf dem Weg nach draußen haben wir noch fleißig nach Wombats Ausschau gehalten, konnten aber leider nur tote Wombats (Roadkill) entdecken.

Und da sollen sich doch alle, ganz besonders die Hippiecamper, doch bitte schön ins nächste Dort auf den Dorfplatz stellen. In Yannikie hatte sich vor der Community Hall schon ein richtiger Hippie-Camperplatz gebildet.
Am nächsten Morgen sind wir also wieder in den Nationalpark gefahren und haben eine Wanderung entlang verschiedener Strände gemacht, unter anderem zum „Squeaky Beach“. Dort ist der Sand so fein, dass er unter den Hufen quietsch, wenn man drüberhüpft. Flo und Simona finden, dass es sehr merkwürdig aussieht wenn ich oder meine Verwandten langsam gehen. Wir stehen dann auf den Vorderbeinen, stützen uns mit dem kräftigem Schwanz ab und ziehen die Hinterbeine nach. Ich weiß nicht, was daran komisch sein soll. Bei längeren Strecken hüpfen wir, wobei wir die Vorderbeine anziehen und mit dem Schwanz das Gleichgewicht halten. Abends haben wir noch eine nette Familie mit zwei kleinen Kindern aus Süddeutschland kennengelernt. Sie nutzen die Elternzeit um mit ihren beiden Kindern (1 und 4,5 Jahre) 2 Monate durch Australien zu reisen.
Am nächsten Tag haben wir noch einen Tag im Prom Nationalpark verbracht und die weitere Reise nach Sydney geplant. Und uns mit Bob für das Wochenende um den 20. Februar in Sydney verabredet. Bob haben wir mal mit seiner Familie und Freunden im Krüger Nationalpark in Südafrika kennengelernt. Er hatte uns damals angeboten: „Wenn ihr mal zufällig in Australien seid, kommt doch vorbei, ich zeige euch was von Sydney. Und wir machen BBQ“. Wie durch ein Wunder hatten wir seine Visitenkarte noch in der Kameratasche. Er kann sich noch an uns erinnern („I know, you were the guys borrowed our cooking pot“) und freut sich schon tierisch uns Ecken von Sydney zu zeigen, „ which never a tourist will see“.

3 Gedanken zu “Wilsons Promontory Nationalpark

  1. Ja Finchen, das sind ja Ausblicke und Landschaften, traumhaft! wir freuen uns mit euch, was ihr alles sehen und erleben könnt. Und dass Simona jemals freiwillig die Wanderschuhe schnürt,håtte niemand gedacht.
    Nun sind wir auf euren Insider-Bericht von Sydney gespannt. Heute meinte ein Kollege, Sydney sei die schönste Stadt der Welt. Lasst euch überraschen.
    Danke für euren Bericht und liebe Grüße von dabeim. Papa und Mama ,die aus Neuwied

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  2. Wahnsinn diese Fotos! Ich habe Australien immer für eine Wüste gehalten, jetzt muss ich wohl selbst hin und diese tollen Farben sehen. 😉

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  3. Ich bin gleich Sebastian erstaunt, was für ein schönes Land Australien ist. Glatt zum Auswandern!
    Ich fahre morgen für eine Woche nach Halle, tschüß und weiter …
    liebe Grüße
    Oma Bäää

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