Der Weg nach Sydney Teil 1: von Quietschevögeln und Pelikanen

Nachdem wir uns schweren Herzens vom Wilson Promontory Nationalpark getrennt hatten, nahmen wir am 07.02. Kurs auf Sydney. Etwa 1000km lagen vor uns (wenn man den direkten Weg nimmt, was wir eigentlich nie tun ;-)), die wir in ca. einer Woche fahren wollten. Nachdem wir am ersten Abend durch Zufall an einem wunderschönen See kostenlos übernachten konnten, ging es nach einem kühlen Bad im flachen Wasser und dem obligatorischen Frühsport (Flo und Simona machen immer so einen Blödsinn, aber naja, wenn ich nicht allzu müde bin, mach ich halt mit, damit der Känguruspeck nicht zu viel wird) am nächsten Morgen weiter. Auf dem weiteren Weg entdeckten wir bei Lake Entrance Pelikane an einem Meeresarm, die sich mit den Fischresten der Angler vergnügten (das Exemplar auf dem einen Foto verspeist gerade einen Fisch).
Spontan entschieden wir uns, zwei kleinen Abstecher in den Croajinolong-Nationalpark zu machen und dort noch ein bisschen zu wandern. Der erste „kurze“ Abstecher entpuppte sich als 25km lange Gravel-Matsch-Road in der advanced Version mitten ins Nirgendwo, die unseren „Sweady“ ganz schön auf die Probe stellte. Gefühlt am Ende der Welt angekommen, schlugen wir unser Nachtlager mitten im Wald an einem Fluss auf (man nennt es in Australien auch Nationalparkcamping ;-)) und dann gab’s erstmal Spaghetti Carbonara für alle. Da es am nächsten Tag leider in Strömen regnete, musste der Plan eine Änderung erfahren. Statt der Wanderung über die 30m hohen Sanddünen gab es dann gleich nochmal 25km Gravel-Matsch-Advanced-Road wieder zurück, diesmal in der aufgeweichten Version. 😀 Das Abenteuer hatte sich trotzdem gelohnt! Auf der „normalen“ Straße angekommen quietschte es permanent und Simona und Flo machten sich schon Sorgen, dass ihr „Sweady“ das Gravel-Road-Abenteuer nicht folgenlos überstanden hat und gleich auseinanderfällt. Das ist zwar nicht so ganz weit hergeholt, aber nach 2 Tagen harter Überzeugungsarbeit konnte ich die beiden endlich dazu bringen zu glauben, dass es sich bei dem Gequietsche um eine Vogelart handelt, die hier lebt. Der zweite Abstecher nach Mallacoota war straßentechnisch weniger abenteuerlich. An diesem Abend gönnten wir uns mal wieder eine Nacht auf einem „richtigen“ Campingplatz so mit warmer Dusche, Campküche mit Toaster (sehr deluxe, da das Matsche-Toastbrot dann gleich um Längen besser schmeckt ;-)) und diesmal auch mit Dog-Washing-Maschine :-D. Am nächsten Tag begegnete uns ein weiteres Tier bei einem „Walk“ (so nennt der Australier eine Wanderung – die kann vom kurzen Sparziergang bis zur mehrtätigen Tour reichen – bei uns war es diesmal eher ersteres ;-)): ein Goana, das heißt eine Eidechse im Riesenformat (mit Schwanz so 1,5-2m lang und 30cm breit). Flo und Simona haben sich ganz schön erschreckt, als das Vieh plötzlich vor ihnen aus dem Gebüsch auftauchte. Kurze Zeit später kam noch ein zweiter daher und wir konnten zuschauen, wie er sein Mittagessen verspeist hat. Nachmittags haben wir das erste Mal unsere Bodyboards am Strand von Eden ausprobiert, das war ein Spaß 🙂 Ein netter Australier hat uns auch noch ein paar Tipps gegeben. Eine kostenlose (warme!) Dusche haben wir dann auch noch gefunden, um die 10 Tonnen Sand vom Bodyboardfahren zu entfernen. Also ein durchweg gelungener Tag 🙂

3 Gedanken zu “Der Weg nach Sydney Teil 1: von Quietschevögeln und Pelikanen

  1. Da habt Ihr uns ja einen Schrecken eingejagt. Nach den harmlosen Pinguinen diese riesigen Echsen! Ihr seid sicher, dass die nur Pflanzen fressen??? Finchen, die Frühsportübungen sehen ja wirklich ein bisschen komisch aus. Bringe den beiden doch mal känguruhmäßige Sprünge bei! Simona, Du hast die Holperstraße mit Linksverkehr ja voll im Griff. Schön, diese kleinen Filmausschnitte! Kommt weiter gut nach Sudney, wir fahren mit dem Finger auf der Landkarte in Gedanken mit Euch mit und grüßen Euch ganz herzlich vom kleinen Karnevalstreiben in Heisingen, wo wir heute beim Schiebekarrenrennen zugeschaut haben. Stell dir vor, Finchen, da ist eine Möhre auf einer Schubkarre befestigt, Darauf wird ein Tennisball gelegt. Die Schubkarre hat ein Eierrad. Mit Holzklotschen laufen immer zwei um die Wette: Ball darf nicht runterfallen, Karre irgendwie vorwärtsschieben und Holzklotschen nicht verlieren. Das ist ein großer Spaß! Liebe Grüße von Papa und Mama, die aus Essen 🙂

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  2. Hallo ihr drei am anderen Ende der Welt! Schön,wieder von euch zu hören. Eure Berichte genießen wir sehr und sind in Gedanken, im Reiseführer und auf der großen Landkarte bei euch. Ist das ein Glück, dass ihr schon die Rückflugtickets in der Tasche habt. Passt weiter gut auf euch auf und genießt die tolle Zeit. Liebe Grüße und Glabbach Bat nau von den tollen Tagen hier. Papa und Mama,die zwei vom Rhein.

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  3. So, liebe Finchen, jetzt habe ich den 2. Bericht auf dem Weg nach Sydney gesehen. Es gibt doch gefährliche Tiere in Australien ! Passt ja auf – aber das ist wirklich staunenswert.
    Ich war eine Woche in Halle, habe 1000 Leute besucht,, Jürgen über die neue Herberge bei Bad-Heiligenstadt informiert. Damit ist der Weg für Euch dann bei unserem Familientreffen nicht so weit. Eigentlich seid Ihr nun wirklich andere Entfernungen gewöhnt.
    Liebe Grüße, freue mich auf den Folgenden Bericht, der als Eingang schon im Postfach liegt, bis gleich, Oma Bääääääääää

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