Auch wenn das Autofahren allein in Sydney schon Abenteuer genug war, haben wir auch noch ein paar andere tolle Dinge dort erlebt.
Am ersten Tag waren wir mal der durchschnittliche Touri und haben uns erstmal das Opera House und den Hafen von Sydney mit der berühmten Harbour Bridge angeschaut. Da sind wir dann zu Abwechslung mal ganz unsatellitengesteuert zu Fuß drüber gelaufen und haben es ganz ohne Hilfe auf die andere Seite geschafft 😉 Von dort aus hatte man einen tollen Blick auf die Stadt mit ihren Hochhäusern und dem Opera House direkt am Wasser. Dann haben wir uns ein bisschen treiben lassen und bei unserer Siesta auf einer Bank am Hafen lange einem richtig guten Straßenmusiker zugehört, dessen CD wir uns dann letztendlich gekauft haben (die hören wir jetzt immer während der Autofahrten an). Nach unendlich vielen Fotos des beleuchteten Opera Houses am Abend stand am nächsten Tag klassische Musik auf dem Programm. Wir haben uns Karten für Schumann’s Symphonien No. 3&4 im großen Konzertsaal des Opera Houses besorgt. Da das Konzert an einem Freitag um 11 Uhr stattfand (vorher gab es sogar noch kostenlos Kaffee und Tee im Foyer für alle 3000 Besucher, bei dem wir uns von der stressigen Anfahrt erholen konnten), haben wir zwischen allen Rentnern den Altersdurchschnitt deutlich nach unten verschoben. Das Konzert war großartig und der große Konzertsaal einfach nur beeindruckend. Danach sind wir ein wenig durch den Royal Botanical Garden geschlendert, in dem es von Vögeln nur so wimmelt. Simona haben es besonders die bunten Papageien angetan.
Am Freitag Abend sind wir dann zu Bob gefahren, den wir vor 3 Jahren im Kruger Nationalpark in Südafrika kennengelernt hatten. Er hat sich sehr gefreut, dass wir ihn in seinem Haus in einem Vorort von Sydney besuchen und wir wurden direkt mit seiner Familie inklusive „Papagei“ (eigentlich heißt „Papagei“ auf Englisch ja „Parrot“, aber der Vogel hieß einfach nur „Papagei“ :-)) bekannt gemacht. Abends waren wir alle zusammen japanisch essen und wir 3 haben danach unser eigenes Gästehäuschen bezogen. Es war himmlisch, noch einmal in einem richtigen Bett zu schlafen und ich durfte ausnahmsweise in die Ritze zwischen Simona und Flo. Das beste am ganzen Zimmer war aber nicht das eigene Badezimmer oder der Pool im Garten, sondern die ca. 40 Jahre alte Pinball-Machine, die wir mit Bob tatkräftig zum klingen gebracht haben und in die sich Flo sofort Hals über Kopf verliebt hat (Bob’s Internet wurde am nächsten Tag mit diversen Googlesuchanfragen zu allen technischen Details einer Pinnball-Machine strapaziert). 😉 Am nächsten Tag hat uns Bob einige seiner Lieblingsplätze rund um Sydney gezeigt, an die sich so schnell kein Tourist verirrt. Wir sind in den wunderschönen Ku-ring-gai-Chase Nationalpark gefahren. Abends gab’s ein Feinschmecker-BBQ mit Austern, Riesenschwanzgarnelen, selbst mariniertem Chicken und australischem Wein. Und zum Nachtisch für jeden eine frische australische Mango. Wahnsinnig lecker (eigentlich stehe ich ja auf vegetarisch, aber mir hat es auch geschmeckt ;-)). Am nächsten Tag mussten wir uns nach einer weiteren herrlichen Nacht leider wieder von Bob, „Papagei“ und dem Rest der Familie verabschieden und sind weiter nach Bondi Beach, dem bekanntesten Strand Sydneys gefahren. Dort sind wir ein bisschen an der Küste entlang gewandert. Am nächsten Tag sind wir mit der Fähre nach Manly gefahren. Der Höhepunkt dieses Ausflugs ist eigentlich nicht Manly an sich (nur ein weiterer Stadtstrand), sondern die Fahrt dorthin und wieder zurück, da man einen wahnsinnig tollen Blick auf den Hafen, die Stadt und natürlich das Opera House und die Harbour Bridge hat. Die wunderbare Zeit in Sydney haben wir mit Spaghetti mit Pesto (sogar mit Parmesan obendrüber und einer Salatbeilage!) vor der abendlich beleuchteten Skyline Sydneys in einem Park am Cremorne Point (wo wir zu unserer Verwunderung ganz alleine waren) abgerundet.
Gecampt haben wir übrigens die ganze Zeit (bis auf die 2 Nächte bei Bob natürlich) an einem kleinen süßen Yachthafen zusammen mit ca. 15 anderen Backpackerautos, da in Sydney die Möglichkeiten begrenzt sind. Und siehe da: als Simona sich an einem Abend vor dem ins-Bett-Gehen auf dem Weg zur Buschtoilette gemacht hat, saß plötzlich eine Eule im Baum. Und diesmal war es wahrscheinlich einen echten UHU (sieht zugegebenermaßen etwas komisch aus und ist wohl nicht der 0-18-15-Uhu, aber eine Eule ;-)) Am 24. Februar haben wir uns schweren Herzens von der wunderschönen Stadt getrennt uns sind in Richtung Brisbane aufgebrochen.










Wow, danke Flo für den ausführlichen Insiderbericht! Irgendwie macht mich eure Reise sehr glücklich weil es so einfach scheint mal eben aus andere Ende der Welt zu fliegen und all die wunderbaren Vorzüge eines fernen Landes und seiner Kultur zu erleben. Toll dass ihr es einfach macht. Schöne Geschichte mit Bob und dass er euch so gut empfangen hat. Man sieht sich immer zweimal! Der Flipperautomat sieht wirklich super aus, der hätte bestimmt noch hinten in den Bulli gepasst! 🙂
Liebe Grüße aus Aachen, stay awesome!
LikeLike
hätte den zweiten Teil auch lesen sollen – bevor ich euch den Tipp mit der Brücke gebe. Nun ja, hätte ich mir ja denken können
viele Grüße
Elli
LikeLike
Wieder ein schöner Bericht, liebes Finchen, der Konzertsaal sieht ja wirklich unglaublich aus! Und der Blick auf die Stadt auch ganz wunderbar, Grüße bitte Simona und Flo und die vielen Papageien und die Uhus von Ulrike+Mischa+Kati (z.Zt. Kurzbesuch in Essen)
LikeLike
meine lieben Finchen,
ich war ganz bei Euch, als Ihr die Schiffsreise entlang der Stadt gemacht habt. Wo es ging auf meinen vergleichsweise kleinen Reisen, habe ich immer eine Fluss-Wasserreise unternommen – der schönst und intensivste Eindruck von einer Stadt/Ort. Gucke gerade den Bosporus an, wo einsteigen-wo umkehren!? Ich wünsche euch nocht viele wunderbare Erlebnisse,
tschüß Eure Oma Bääääääääää
LikeLike
Hallo ihr drei! Nun habe ich gestern Nachmittag an euch eine Nachricht geschrieben, um für euren tollen und langen Bericht und eure Mühe Danke zu sagen. Aber leider ist meine Antwort wohl nicht versandt worden. Tut mir leid.
Nun auf ein Neues. Eure – manchmal sicher unfreiwilligen – Abenteuer sind toll und machen eure Reise unvergesslich. Wir staunen und freuen uns für euch und mit euch.
Weiterhin ganz viel Freude und gute Weiterfahrt, liebe Grüße,
Papa und Mama, die zwei vom Rhein
LikeLike