Noosa und Rainbow Beach

Nachdem wir uns vom Goldcoast-Schreck erholt hatten, ging es am 2. März in Richtung Noosa Nationalpark an der Sunshine Coast. Die macht ihrem Namen alle Ehre, deshalb haben wir aufgrund der relativ hohen Temperaturen unseren Tagesrhythmus auf 6 Uhr aufstehen und 22 Uhr schlafen umgestellt. Das ist aber gar nicht schlimm, da es hier schon um 18 Uhr dunkel wird und die Sonne schon um 5:30 Uhr aufgeht. Da wir Kängurus ja eigentlich nur im Morgengrauen und in der Dämmerung rumhüpfen, brauchte ich bej der vielen Sonne jetzt auch mal einen Sonnenhut. Simona war so nett und hat mir einen gebastelt, sogar mit Schlitzen für meine Ohren, damit ich auch noch was hören kann. 🙂


Noosa ist ein schön gelegenes Städtchen zwischen Ozean, Fluss und Seen mitten im Regenwald. Quasi in der Stadt beginnt der Nationalpark, in dem wir eine Wanderung entlang der wunderschönen Küste unternommen haben und natürlich auch zwischendurch mal ins Wasser gesprungen sind.


Am nächsten Tag haben wir uns ein Kajak gemietet, mit dem wir zu den „Noosa Everglades“ gepaddelt sind. Auf diesem Teil des Noosa River ist das Wasser so spiegelglatt, dass sich alles fast 1:1 im Wasser spiegelt und man etwas irritiert ist, dass die Bäume von unten aus dem Wasser rauswachsen. Da der superschöne und ruhige Campingplatz am „Boreen Point“direkt am See und mitten im Regenwald (abends sind uns regelmäßig Frösche über die Füße gehüpft^^), wo wir die Nacht verbracht haben und die Kajaks für einen Schnäppchenpreis mieten konnten. Leider lag der Campingplatz weiter von unserem geplanten Startpunkt entfernt, nachmittags sollte auf dem See auch kräftiger Gegenwind herrschen, so haben wir kurzerhand unsere Bodyboards vom Dach genommen und stattdessen das Kajak obendrauf geschnallt und sind 5 der 10 km Strecke auf dem See mit dem Auto gefahren. Hat alles wunderbar funktioniert und so konnten wir die verbleibenden 5km See und die restliche Flussstrecke noch mehr genießen. Nach 8 Stunden und 35km paddeln waren wir dann doch ziemlich platt und haben uns erstmal eine Pizza auf dem Grill gemacht.


Am nächsten Morgen haben wir auf dem Weg Richtung Highway die Außenstelle Noosa des Uniklinkum Aachen entdeckt (siehe Foto) – vor der Türe standen aber statt Wurst-/Eisbude und Fahrradständer nur Palmen rum. Nach ein paar Einkäufen und Erledigungen sind wir nach Rainbow Beach aufgebrochen – auf der Karte sah es aus wie „gerade mal um die Ecke“. Unser guter Freund, das Navi, hat uns dann schnell eines besseren belehrt als es dreist freundlich plärte: „In 2 Stunden und 10 Minuten haben sie ihr Ziel erreicht“. Beim genaueren Hinsehen der klassischen alten Landkarte hatten wir wohl den Maßstab etwas übersehen. Jaja, die heutige Jugend, kann nicht mehr mit Landkarten umgehen 😀 Naja, bei 36 Grad im Schatten war es im klimatisierten Auto sowieso schöner als draußen und so sind wir am Nachmittag in Rainbow Beach eingetrudelt. Dort haben wir erst unsere Tour nach Fraser Island organisiert (davon im nächsten Blog mehr) und haben uns dann auf den Weg in unser Nachtlager am 10 km entfernten Inskip Point gemacht, ein Nationalparkcampingplatz direkt am Strand – einfach wunderbar. Da mussten Simona und Flo doch gleich im Sonnenuntergang noch eine Runde baden gehen (mir war das zu spät, da wird mein Fell vor dem schlafen gehen nicht mehr trocken). Und wäre das nicht schon romantisch genug, da geht sofort nach Sonnenuntergang auch noch direkt gegenüber der leuchtende, riesig große Vollmond auf 🙂 Nationalparkcamping funktioniert im Bundesstaat Queensland übrigens so: Man muss sich online eine Registrierung besorgen und mit Kreditkarte ca. 5 Dollar pro Person (das sind ca. 4 Euro) pro Nacht bezahlen. Wäre ja alles halb so wild, aber die Nationalparkcampingplätze liegen immer am Ende der Welt (=kein Handyempfang = kein Internet) und haben keine Rezeption. Da wir eher spontan entscheiden, wo wir übernachten, ist es hier nicht das erste Mal passiert, dass wir vor dem Gelände standen und kein Netz hatten. Diesmal hat uns aber die nette Verkäuferin in einem Kiosk in Rainbow Beach geholfen und mit ihrem Telefon alles für uns organisiert. Und wäre das nicht der Nächstenliebe genug, haben uns auch noch unsere Camping-Nachbarn gefragt, ob wir mit zu Abendessen wollen. 🙂


Am nächsten Tag sind wir noch auf eine riesige Sanddüne raufgeklettert und haben den wunderschönen Blick genossen. Auf dem Weg dorthin gab es einige Stellen, an denen tausende Schmetterlinge (die Zahl ist nicht übertrieben!) um uns rumgeflattert sind. Leider waren das solche Hektiker, dass sie nicht für das Foto posen wollten. 😉

4 Gedanken zu “Noosa und Rainbow Beach

  1. Der allerletzte Schrei – Finchens Sonnenhut; wirklich ganz bezaubernd!
    Aber auch eure Bilder, besonders das beim Kanu fahren und die Noosa-Everglades!
    Getoppt mit Simonas „Das war spitze – Srung“.
    Die Vorfreude für den Mädelsabend mit entsprechendem Bericht wird immer größer.
    Euch noch eine schöne Zeit.
    Sonnige Grüße von Gete/Anne

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  2. Hallo ihr drei, das sind ja wieder traumhaft schöne Bilder von euch, es scheint euch gut zu gehen. Wir hatten uns schon gedacht, dass das mit der Internetverbindung nicht immer so einfach ist. Habt ihr eigentlich beim Paddeln keine Krokodile gesehen? Habt ihr schön Geburtstag gefeiert?
    Seit gestern ist auch bei uns die So ne da, Garten – und Specksteinwetter.
    Nun weiterhin wundervolle, erlebnisreiche und sichere Tage. Wir freuen uns schon auf den 9.April. Ihr nicht?
    Liebe Grüße von den beiden aus dem sonnigen Neuwied.

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  3. Finchen, Dein Hut ist einfach ne Wucht! Und der „Ursprung“ ist auch toll! Und wie Ihr beide da liegt völlig fertig vom Paddeln, alles so schöne Bilder. Wenn Ihr ohne „Weltanschluss“ so gut beschäftigt seid, ist es klar, dass wir Flo zum Geburtstag telefonisch nicht erreichen konnten, haben es (mit Wecker!) frühmorgens versucht, um Euch abends noch zu erreichen. Verlebt weiter eine so schöne Zeit! Heute nacht hat der Mond mich lieb gebeten, doch besser Euren Bericht zu lesen, als die Zeit zu verschlafen. Papa ist jetzt in Afrika, könnt Ihr ihn hören? Ich weiß gar nicht, ob man da auch so einen netten Weggefährten findet, wie Dich Finchen, denen man gefahrlos einen Sonnenhut aufsetzen kann. Er hat natürlich Eure ganzen Berichte gelesen und ist auch ganz begeistert. Ich soll lieb grüßen und für ihn mitschreiben… Liebe interkontinentale Grüße also von uns! Mama/Ulrike

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  4. Meine lieben Finchen, habe mir jetzt alle Berichte ausgedruckt, studiere die Landkarte, ach ist das ein großes Land! So ganz richtig habe ich Eure Supertour noch nicht entdeckt. Es muss wirklich traumhaft sein, so viel schöne Landschaft und so scheinbar (allein) ? zu sehen und zu bewältigen. Ich bin so glücklich für Euch, naja die Temperaturen will ich nicht unbedingt haben.
    Noch viele schöne Eindrücke und liebe Grüße
    Eure Oma Bääää

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