Where the Rainforest meets the Reef… – Teil 2

Morgens um halb zehn können wir bei schönstem Sonnenschein und ruhiger See auf unserem 30 Meter langen Segelkatamaran „einchecken“ und segeln eine halbe Stunde später los zu den „Low Isles“ (2 kleine Inseln, die mitten im Reef liegen). Die Segel sind aber nur zur Deko gehisst, denn es ist fast windstill und so fahren wir die ganze Zeit mit Motor. Es gibt Kaffe, Tee, kalte Getränke und Kekse auf dem modernen Schiff und die Crew ist supernett. Nach ca. einer Stunden legen wir an der Insel an und werden mit Schnorchelequipment inklusive Stingersuit (Ganzkörperanzug zum Schutz gegen die Quallen) ausgestattet. Struppel und ich chillen uns lieber an den Strand unter eine Palme und beobachten das Ganze. Simona und Flo machten mit einem Meeresbiologen, der zur Crew gehört, eine einstündige Schnorcheltour rund um die Inse, bei der sie viel sehen und lernen können. DIe Korallen und die bunten tropischen Fische sind einfach unfassbar schön, Simona und Flo konnten ihr Glück kaum glauben dort durchschnorcheln zu dürfen. Mittags kurz zum Lunch-Buffet aufs Boot und dann schnell wieder zurück ins Wasser und weiterschnorcheln, denn immer wieder gibt es neue Fische und Korallenarten zu entdecken.

Bei Simona wird der Schnorchelspaß durch einen kurzen, heftigen, stechenden Schmerz und nachfolgendes heftigstes Brennen und Taubheit ihrer linken Gesichtshälfte unterbrochen. Panik, denn das Gesicht ist durch den Stingersuit natürlich nicht vor den giftigen Quallen geschützt und ein Stich kann dazu führen, dass die Atmung versagt. Schon kommt der nette Lifeguard mit dem Motorboot angebraust, Simona schildert ihm die Symptomatik. Er schaut kurz und beruhigt die beiden. Simona wurde von einer Qualle gestochen, die „Blue Stinger“ heißt und zum Glück nicht lebensgefährlich ist, sondern nur weh tut. So lässt sich Simona nur schnell zum Strand bringen, um sich die Tentakel, die sich quer über das Gesicht gelegt hat, entfernen zu lassen. Alle Crewmitglieder am Strand kümmern sich direkt rührend und leiden mit, denn so eine Tentakel im Gesicht tut tierisch weh. Ein bisschen Essig und Eis drauf, damit der Schmerz nachlässt. Dann will Simona sofort wieder zurück ins Wasser – Gelächter und Daumen hoch von allen: „You are the bravest und toughest Person we have ever seen“ (Du bist die tapferste Person, die wir jeh gesehen haben“).


Als der Lifeguard einige Zeit später herumfährt, um die Schnorchler zu bitten, sich wieder aufs Boot zu begeben, können Simona und Flo es kaum glauben, dass die Zeit schon vorbei ist und wollen eigentlich noch gar nicht nach Hause. Aber wie heißt es immer so schön: man muss gehen, wenn es am schönsten ist. Und so müssen die beiden sich schweren Herzens von ihren bunten Fischen und Korallen verabschieden. Als die beiden in Port Douglas das Boot verlassen und sich von der Crew verabschieden gibt es nochmal Daumen-hoch und Gezwinker von allen, denn das Blue-Stinger-tapfere-Simona-Erlebnis hat sich schnell auf dem doch ziemlich großen Boot (max. 150 Passagiere, bei uns waren es nur 62, ca. 20-köpfige Crew) herumgesprochen.

Jetzt sitzen Simona und Flo glücklich mit Bier/Sprite in der Abendsonne im Hafen von Port Douglas und können sich nicht mehr bewegen: vor Muskelkater am ganzen Körper vom im-Dschungel-ins-Wasserloch-schwingen und vor Blasen an den Füßen vom bis-zur-letzten-Minute-durchs-Great-Barrier-Reef-schnorcheln. Aber man kann sehen, dass sie trotzdem auf Wölkchen schweben von den Erinnerungen an die letzten Tage 😉

7 Gedanken zu “Where the Rainforest meets the Reef… – Teil 2

  1. hattet ihr ein Glück, das ihr so wenige auf dem Schiff wart – bei uns waren es geschätzt 1000 Japaner, die dauernd wollten das wir ein Foto machen. Also da könnt ihr euch wirklich glücklich schätzen. Schade das du liebe Simona den Stich abbekommen hast und Gott sei Dank ist es glimpflich abgegangen. Euch noch schöne Tage und danke für die tollen Fotos

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  2. Habe alles stehen und liegen gelassen und Euren Eintrag „ganz frisch“ gelesen. Was für wunderschöne Bilder! So geht also Schnorcheln in ruhiger See. Und die Gezeiten müssen ja auch noch stimmen. Ist bei Simona wieder alles o.k.? Den Mut, weiter zu schnorcheln, hätte ich wahrscheinlich nicht gehabt. Nach all Euren tollen Berichten haben wir gestern abend überlegt, gleich wenn wir Rentner sind, eine Australienreise zu machen. Dauert nur noch ein paar Jährchen… Euch allen weiterhin viel Spaß und liebe Grüße aus Heisingen!

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  3. Das ist ja unglaublich schön zwischen den bunten Fischen und Korallen! !! Außer den Quallen natürlich. Habt ihr euch mit der Crew schon wieder für nächstes Jahr verabredet? Würden wir euch glatt zutrauen. Wir freuen uns auf eine große Dia-Show zu Hause.
    Laßt es euch weiter gutgehen und genießt die euch noch verbleibende Zeit.
    Liebe stürmische Grüße von uns beiden

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  4. WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHNSINN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Ich muss mich nun auch endlich mal bedanken ,
    für all diese schönen , wunderschönen Bilder !!!!!!!!!!!!!!!

    Ich glaube das habe ich total vergessen !!!!!!!!!!!!!!!!

    VIIIIIIIIIIIIIIELEN DANK !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Liebe Simona ,
    Du hast wirklich ganz viel Mut bewiesen , nochmal ins Wasser zu gehen !!!!!!!!!!

    Aber Du warst sicherlich auch sooooo sehr begeistert ,
    dass Du “ alles mitnehmen “ wolltest , was noch ging !?

    Euch vieren noch ganz viel Freude und Spass ,
    noch viele wunderbare Erlebnisse ,

    herzlichst Walli

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  5. Graet, die Größte! Ach, Ihr lieben Finchen, mir läuft es kalt den Rücken runter, wenn ich mich nicht irre, hatte ich Euch vor Quallen gewarnt! Das schlimmst ist ja die Tentakel im Gesicht, die entfernt werden muss. ich dachte das geht nur mit brennendem Schmerz ab. Nein, ist das alles abenteuerlich, es ist unglaublich, dass es so viele unterschiedliche Fische gibt. ich freue mich auf viele Bilder und noch mehr Geschichten. Noch viele schöne Erlebnisse wünscht Euch Eure Oma Bääääää

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  6. Hallo ihr zwei!
    Wir haben eure Reise mit Begeisterung mitverfolgt. Habt Dank für die schönen Bilder und interessanten Reiseberichte. Noch viel Spass im Abenteuerland und passt bitte auf euch auf.
    Viele Grüße aus der stürmischen, verregneten Heimat senden Gabi und Hans

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