Der Weg zum Zion Nationalpark führt uns durch Utah. Der Staat liegt auf einem Hochplateau zwischen den Rocky Mountains und der Sierra Nevada. Dieses Plateau besteht aus unterschiedlichen Gesteinsschichten in unterschiedlichen Farben, die der Erosion unterschiedlich lange stand halten, sodass sehr hübsche und abwechslungsreiche Täler entstehen. Utah hat 400 000 Einwohner, die meisten davon sind Mormonen. Über 50% der Einwohner Utahs wohnen in der Hauptstadt Salt Lake City, sodass man sich vorstellen kann, wie verlassen der Rest des Landes ist. Utah besitzt eine Staatswaffe, den Colt „1911“. Die meisten Einwohner pflegen mit Waffen freundschaftliche Beziehungen. Für amerikanische Verhältnisse normal, wir würden solche Exemplare als Waffennarren beschreiben.
Auf dem Weg zum Zion Nationalpark machen wir einen kleinen Abstecher in das „Valley of Fire“. Trotz großer Mittagshitze machen sich Flo und Simona auf einen 2km langen Trail zu „the Wave“ – ein tolles Fotomotiv, das Simona im Reiseführer entdeckt hat. Die Sonne brennt auf die beiden nieder und trotzt Hut und viel Wasser holt sich Flo einen kleinen Sonnenstich. Simona sieht zwischendrin auch nur noch Sternchen. Gut, dass wir dort nicht wohnen müssen.
Wir kommen spät Abends im Zion National Park an. Die beiden Orte „Rockeville“ und „Springdale„ welche am Eingang des Parks liegen und viel Touristennepp anbieten, sind mit Amerikaflaggen geschmückt, denn es ist der letzte Montag im Mai – der Memorialday. An diesem Tag wird an die gefallenen und nicht gefallenen Soldaten gedacht, welche tatkräfitg dafür Sorgen, dass Amerika als Weltmacht z.B. auch im Hindukusch anerkannt wird. Aber vor allem bescheert der Memorial Day den Amerikanern ein verlängertes Wochenende und läutet die Sommersaison ein. Da an diesem Wochenende alle Campingplätze im Zion sowie drumherum ausgebucht sind, suchen wir uns einen Stellplatz an einer Schotterstraße etwas abseits der beiden Touridörfer. Dort genießen wir unser leckeres Abendessen bei atemberaubendem Blick auf die rot leuchtenden Felsen des Zion Nationalparks. Nach dem Sonnenuntergang schlafen wir bei fehlendem Licht weit und breit unter einem wahnsinnigen Sternenhimmel ein.
Am nächsten Morgen brechen wir früh auf, denn wir haben uns den „Angels Landing Walk“ im Zion Nationalpark vorgenommen. Den letzten Teil wandert und klettert man auf einem schmalen, mit Ketten abgesicherten Grat entlang, auf dem es auf beiden Seiten steil bergab geht. Oben wartet eine traumhafte Aussicht. Auf dem Rückweg baue ich mit Struppels Hilfe einen Steinturm und kann so an den schönen Kakteenblüten schnuppern, die überall unsere Aufmerksamkeit erregen.
Als Flo sich nur kurz auf einen Stein in den Schatten setzt, um etwas Wasser zu trinken und sich von den Strapazen zu erholen, reißt ihn Simonas aufgeregte Stimme aus den Gedanken: „Flo, Achtung, da!“. Flo springt wie von der Tarantel (oder der Klapperschlange :D) gestochen auf und kann im letzten Moment einer Klapperschlange entkommen, die ebenfalls einen Satz zurück macht. Die Schlange hatte sich schnell und unbemerkt auf Flo zugeschlängelt und 10cm vor seinem Oberschenkel mit offenem Mund und gefletschten Zähnen zum Biss angesetzt. Aus sicherer Entfernung werden von der Schlange Fotos gemacht. Später informieren Flo und Simona sich bei einer netten Rangerin in der Visitor Information, ob es sich tatsächlich um die giftige Klapperschlange handelt und zeigen ihr das Foto:.„Yeah, that is definitiv a rattle snake. They are pretty rare. Where did you see it? If they bite, you should definitly call 911 as fast as possible, You have about two hours to get antivenom threating“.













Wie immer: Sehr hübsche Fotos!
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