Einmal ins Paradies…

Am nächsten Morgen stehen wir früh auf, damit wir um 8:30 Uhr unseren Geländewagen abholen und in den Francois Peron Nationalpark starten können. Während dem morgendlichen Zähneputzen draußen glotzen in der Morgensonne drei Kängurus zu uns rüber. Sie denken bestimmt: „wie süüüüß, die Menschen, sie putzen Zähne“. Die Öko-Zahnpasta, die wir uns der Umwelt zuliebe zugelegt haben (unser Camper hat keinen Grauwasser-Auffangtank), schäumt überhaupt gar nicht. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig. Aber was tut man nicht alles, damit die Kängurus und Emus keine kleinen Plastikteilchen mitfressen müssen. Wir frühstücken an der Strandpromenade von Denham. Dort gibt es auch kostenlose BBQs, wie wir sie schon von der Ostküste Australiens kennen, sodass wir das labrige Toast für ein Mittagessen zum Mitnehmen toasten können. Simona lässt kurz die liebevoll mit Käse und Salat belegten Sandwiches aus den Augen, da hat eine Möwe den Käse geklaut. Möwen sind einfach alle gleich, egal wo auf der Welt.

Um Punkt 8:30 Uhr holen wir unseren Landrover ab. Der nette Besitzer gibt uns einige Instruktionen und fragt, ob wir schon Allraderfahrung haben. Und ob! Auf Fraser Island, in Namibia und Botswana sind wir auf so manchem unwegsamen Gelände unterwegs gewesen. Dann sei das kein Problem für uns, meint er. Also nichts wie los. Am Nationalparkeingang angekommen reduzieren wir den Reifendruck auf 18 PSI, um im weichen Sand besser fahren zu können. Wir fahren erst zum „Skipjack Point“ ganz im Norden des Parks. Die Schönheit dieses Ortes haut uns so vom Hocker, dass wir uns nicht vorstellen können, dass es in diesem Park noch irgend etwas Schöneres gibt. Und wir sind wieder fast alleine. Wir verbringen einige Zeit an diesem Aussichtspunkt, laufen etwas auf den Wanderpfaden herum und beobachten Rochen, Haie und Delfine unter uns im Wasser. Natürlich machen wir auch einige Fotos. 🙂 Danach fahren wir noch die Punkte „Cape Peron“, „Bottle Bay“ und „Big Lagoon“ an, die auch alle sehr, sehr schön sind. Aber nicht so traumhaft schön wie der Skipjack Point. Uns begegnen den ganzen Tag in der Summe etwa 5 Autos. Um 17 Uhr müssen wir das Auto wieder zurückgeben. Sind wir später als 17 Uhr da, muss der Vermieter uns suchen gehen, da es um 18:30 Uhr dunkel wird, man sich an der ein oder anderen Stelle im Park festfahren kann und es kein Handynetz gibt. So schreibt es die Behörde, die die Lizenzen zur Vermietung ausstellt, vor. Und das wird teuer. Wir sind wie immer etwas spät dran, pumpen in Windeseile am Parkausgang die Reifen wieder auf und sind um 16:58 Uhr wieder beim Vermieter. Wir quatschen noch etwas mit ihm über dies und das und machen uns dann auf den Weg zu einem tollen Aussichtspunkt ohne „Campen verboten Schild“, den wir auf dem Hinweg nach Denham entdeckt haben. Auch hier sind wir wieder ganz alleine. Totmüde von den tollen Eindrücken fallen wir um 21 Uhr ins Bett. Nicht selten gehen wir früh ins Bett und stehen gegen 6:30/7Uhr auf, da es nur von 6:30 bis 18:30 Uhr hell ist. Aber 9 Stunden Schlaf sollte ja genügen 🙂

 

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