Ein bisschen Urlaub vom Reisen

Unser eigentlicher Plan war es, in den restlichen achteinhalb Tagen noch den Südwesten (südlich und südöstlich von Perth) etwas zu erkunden. Wie zu erwarten war, ist es hier kühler als im Norden, da wir uns ja auf der Südhalbkugel befinden. Leider ist aber für die nächsten 4 Tage im Süden denkbar schlechtes Wetter angesagt – Regen bei 13 Grad und Nachtfrost. Bei so einem Wetter ist auch die schönste Landschaft nicht mehr so schön, deshalb disponieren wir kurzerhand etwas um. Wir fahren von Perth aus wieder etwas nach Norden nach Lancelin und machen auf einem wunderschönen Campingplatz am Meer ein bisschen Urlaub vom Reisen. In der Umgebung erkunden wir die Dinge, die wir beim „Weg nach oben“ übersprungen haben. Dazu gehört neben dem verschlafenen Nest Lancelin mit seinen wunderschönen weißen Dünen auch der Nambung Nationalpark. Hier kann man die „Pinnalces Desert“ bewundern, eine kleine Wüste von Kalksteinsäulen. Besonders im Abendlicht sehen diese sehr dekorativ aus, wenn die hohen Säulen lange Schatten werfen. Außer uns sind an diesem Abend ausschließlich Asiaten vor Ort. Das ist uns ein kleines Rätsel, denn während unser kompletten bisherigen Reise entlang der Westküste haben wir keinen einzigen Asiatentouribus gesehen. Was machen die ganzen Chinesen und Japaner, wenn sie nicht mit Selfiestick zwischen den Pinnacles umherlaufen? Wir machen ein paar schöne Fotos und fahren dann noch zum Kangaroo-Point, einem kleinen Lookout des Nationalparks an der Küste, wo wir zusammen mit ein paar Kängurus den Sonnenuntergang genießen. Sonst ist niemand da. Der Ausblick auf die menschenleere Küste ist wunderschön. Nach ein paar entspannenden Tagen sind wir wieder voller Tatendrang und starten – bei für die nächsten 4 Tage auch sonnigem und wärmeren Wetter im Süden – Richtung Esperance, 700km südöstlich von Perth.

 

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