ARAS ZUM FRÜHSTÜCK

In unser Auto ist ein neuer Mitfahrer eingezogen – der Muff. Das liegt an unseren Turnschuhen, die so oft in den letzten Tagen nass und nicht wieder ganz trocken geworden sind. Trotz Fenster auf ist er deutlich präsent, aber man gewöhnt sich etwas dran. Wir beschließen, an der nächsten Tankstelle einen Duftbaum zu kaufen. Am Freitag, den 17. Juni verabschieden wir uns schweren Herzens von unserer wunderschönen Unterkunft in Uvita und steuern auf dem Weg Richtung Norden noch die Alturas Wildlife Sanctuary in Dominical an. Hier werden verletzte Tiere behandelt – und wenn möglich – wieder ausgewildert. Es kommt zum Beispiel häufiger vor, dass sich Faultiere an Hochspannungsleitungen hängen und dann einen Elektroschock bekommen. Oder Tiere werden von Autos verletzt. Wir warten eigentlich darauf, dass die Führerin sagt: „ Und hier haben wir ein armes Kapuzineräffchen, das sich im Manuel Antonio Nationalpark mit Sonnencreme vergiftet hat“. Zum Glück bleibt dieser Satz aus. Flo ist aber immer noch untröstlich und sammelt in jedem Nationalpark fleißig Plastikmüll ein.
Auf dem Weg weiter nach Norden überqueren wir diverse Flüsse, in und an deren Ufer sich Krokodile tummeln, sodass wir für einen Fotostopp anhalten. Keine Sorge liebe Mamas, nur von der Brücke aus.
Diese Nacht schlafen wir im „Rancho Capulin Bed and Breakfast“ nahe dem Carara Nationalpark, den wir am Folgetag besuchen wollen. Hier kann man häufiger die roten Ara-Papagaien sehen. Schon während wir uns in unserer Unterkunft angekommen im Pool bzw. Garten von der Fahrt entspannen, kommen regelmäßig Arapärchen vorbei geflogen. Sie werden 75 bis 80 Jahre alt und bleiben sich ihr Leben lang treu. Das finden wir besonders sympathisch. Die Papagaien sieht man auch immer paarweise am Himmel bzw. in den Bäumen. Sie kündigen sich mit einem charakteristischen Papageiengeschrei an.
Abends gehen wir das erste Mal costaricanisch essen. Die Restaurants an der Pazifikküste haben hier eigentlich immer nur einen Außenbereich, bestehen also nur aus einem Dach, einem Boden und vier Stelzen. Das reicht bei durchgehend 27-30 Grad das ganze Jahr über auch aus. Flo und Simona nehmen beide Fajita, für mich gibt es Möhren und Struppel ist eh schon am schlafen. Die Annahme, dass es sich bei „Fajita“ um einen Wrap handelt, ist falsch. Wir bekommen Geschnetzeltes mit Pommes und Gemüse. Es ist super gewürzt und schmeckt mega lecker. Das werden wir noch öfter essen. „Zu Hause“ angekommen erwartet uns auf der Terrasse ein Riesenfrosch von der Größe eines kleinen Kaninchens. Etwas unheimlich, er will auch gar nicht mehr so recht verschwinden.
Am nächsten Morgen stehen wir früh auf, damit wir um 8 Uhr am Carara Nationalpark sind, wenn dieser öffnet. Der Ausblick von der Frühstücksterrasse ist wahnsinnig schön und wir können Arapärchen und andere Vögel beobachten. Der vierbeinige, miauende Ornithologe der Besitzer liegt auch auf der Terrasse und wartet auf den geeigneten Augenblick, ein Frühstück zu erwischen. Im schön geschmückten Strauch auf der Terrasse baut ein Volgelpaar nämlich gerade sein Nest. Ziemlich gefährliche Lage.
Wir entscheiden uns, im Carara Nationalpark einen Guide zu nehmen, um mehr Tiere zu sehen. Es ist eine super Entscheidung. Wir sind nur zu zweit mit Mauricio und stapfen in Gummistiefeln durch den Regenwald. Er zeigt uns viele Tiere und Pflanzen, die wir alleine niemals gesehen hätten und gibt uns einige Erklärungen dazu. Da er 25 Jahre in Hamburg gelebt hat, kann er sogar recht gut deutsch.
Nach 4 Stunden Wanderung und Tierbeobachtung machen wir uns gegen 13 Uhr schließlich auf den Weg in den Nebelwald von Monteverde.

Tucan
Fahrt entlang der Pazifikküste
Krokodile im und am Fluss
Holztucan im Restaurant
Fahitas
Arapärchen am Himmel
Aras zum Frühstück
schön geschmückter Strauch mit Nest
Blick von der Frühstücksterasse unseres B&B
Riesenfeigenbaum
Pfeilgiftfrosch
großer Iguana auf dem Parkplatz
Unterwegs mit Mauricio im Regenwald
Bananenblüte
Affe isst die schöne Bananenblüte!
Ara

2 Gedanken zu “ARAS ZUM FRÜHSTÜCK

  1. Liebe Simona, lieber Florian und natürlich liebe Mitreisende,
    Mit großer Freude lese ich wieder eure tollen Reiseerlebnisse.
    Weiterhin nette Begegnungen und einen schönen Urlaub wünscht Euch Charlotte aus Heimbach

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  2. Das mit den Arapärchen, die sich 75-80 Jahre immer treu bleiben, ist ja eine tolle Sache! Das Bild mit den Krokodilen fand ich ja sehr grenzwertig, ich hoffe, Ihr bleibt immer schön in Eurem Pool. Unglaublich, was für Tiere Ihr sehen könnt. Weiterhin viel Freude!

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